Wie fange ich einen Vogel

Eine große Vogelscheuche steht einsam auf dem Feld und langweilt sich. Ein kleiner Vogel setzt sie in Bewegung – ganz ähnlich der Entwicklung von Kindern, die lernen, Scheu und Ablehnung zu überwinden, ihren Gegenüber zu entdecken und Lust bekommen, etwas mit ihm zu machen. Aber das ist gar nicht so einfach! Denn ein Vogel, den man fängt, ist eigentlich gar kein richtiger Vogel mehr. Und dann ist da noch die Katze, die immer alles besser weiß und den Vogel doch auch nur für sich allein haben will – zum Fressen!

Verlag für Kindertheater Uwe Weitendorf, Hamburg
Stück für einen Schauspieler und einen Musiker
UA Wismar 1991
deutschlandweit aufgeführt, u.a. in Rostock, Hamburg, Leipzig, Dresden, Augsburg und Rudolstadt

 

Rezensionen:

Große Märchenromantik in kleinem Stück
Die Kinder kommen voll auf ihre Kosten, ebenso die begleitenden Eltern. Sicherlich der Leckerbissen für Familien in den kommenden Winter- und Feiertagen: das Stück „Wie fange ich einen Vogel“ von Carmen Blazejewski im Dresdner Theater der Jungen Generationen.

SZ, 2.11.92, B.Rünger

Vom Innenleben der Vogelscheuchen
Unbeantwortet scheint nur noch die Frage: wie, um scheuchenwillen, fängt man eigentlich einen Vogel? Die gerade noch den Feuerwehrbestimmungen entsprechende Zahl von Zuschauern zeugt vom Interesse, die Antwort zu erfahren. Regisseur Gerald Gluth... lässt dem Stück von Carmen Blazejewski die bestechende Einfachheit... Das was auf der Bühne passiert, ist nah und nachvollziehbar – die Verwandlung der streitsüchtigen, bockigen Vogelscheue in ein schönes, an sich glaubendes Mädchen, das die Liebe zu anderen neu entdeckt, und die von sich eingenommene, eitle und kokette Katze, die doch bei ihrer Katzenmentalität bleibt. Der Selbsterkenntnungsprozeß der Vogelscheuche, die aus ihrer häßlichen Hülle herausgetreten ist und erste mündige Gehversuche unternimmt, kommt im einfachen Berühren und Benennnen von Händen, Füßen, Haupt zum Ausdruck.

DNN/Union 2.11.92, Bistra Klunker

Träume für Kinder und ihre Eltern
„Wie fange ich einen Vogel“ in Marburg
Jede Generation findet sich darin und im ganzen Stück „Wie fange ich einen Vogel“ von Carmen Blazejewski wieder, denn es ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene inszeniert. Die gemeinsame Vision heißt: „Beziehung statt Erziehung“.

Oberhessische Presse, 25.6.93, Stephanie Simon

Mit Poesie verzaubern
Dieses leise Stück will gegen die Bilderflut, gegen die Video-Clips angehen. Es will die Kinder mit Poesie verzaubern. Das ist die Qualität, die Theater bringen kann. In der Mischform von Tanz, Gesang, Schauspiel und Puppenspiel... gelingt es tatsächlich, Kinder eine Stunde lang zu faszinieren. Hier kommen ein gut geschriebener Text, eine subtile Inszenierung und eine sehr gute spielerische Leistung zusammen.

Rostock extra, 29.6.1994, Joachim Puttkammer