Kleines Stück vom Schicksal

D 2012 • HDV • Farbe • Länge: 100 min

Im Tautropfen spiegelt sich die Welt, sagt man. Und in Alt Meteln, einem Dorf in Mecklenburg, zeigen sich frohe wie düstere, komische und tragische Aspekte unseres Lebens. Der Film gibt verschiedenen Bewohnern eine Bühne, die Hauptrollen aber haben Bürgermeister Franz (69), der Klavierbaumeister Matthias Kunze (56) und der ehemaligen Ostberliner Theatermacher Lutz Turczynski (45), der einen Öko-Bauernhof für straffällig gewordene Kinder und Jugendliche plant.

Buch und Regie Carmen Blazejewski

Kulturelle Filmförderungen Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg/Schleswig-Holstein

 

  • kleines stueck 1
  • kleines stueck 2
  • kleines stueck 3

DVD mit Zusatzmaterial
Gesamtspielzeit ca. 120 min  18,80 Euro

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Rezensionen

„Dokumentarfilm von Carmen Blazejewski gefeiert. Und heftig diskutiert. Denn: Er ist eine Überraschung, eine Bereicherung für die Filmkunst in Mecklenburg-Vorpommern, eine umwerfende Geschichte über uns und unser Land... gutes Handwerk, akkurate Kamera und professionelle Zurückhaltung der Filmemacherin... Erlösender, langer Beifall. Für eine Haltung, die Respekt und Toleranz, Gelassenheit und geistige Freiheit immer noch für etwas Großes hält. Für einen bemerkenswerten Film.“

Ulrike Schulz „Das Drama hinter den Kulissen eines Vorzeigedorfes“, SVZ, 23.03.12

„Kleines Stück vom Schicksal“ nennt sie das durch die Kulturelle Filmförderung des Landes unterstützte Werk. Denn sie lässt die Dorfbewohner in vier Akten auftreten.
Zu Beginn sieht man einen Theatersaal. Der Vorhang geht auf und gibt den Blick frei auf weite Landschaften voller Ackerromantik. „Ohne diesen Theaterrahmen wäre das böser Voyeurismus gewesen... Aber so spielen eben alle Dorfbewohner ihre Rollen wie in einer Inszenierung...“

Nina May, "Spannende vier Akte aus dem Vorzeigedorf", OZ, 23.03.12

„Carmen Blazejewski ist in ihrem Dokumentarfilm Chronistin, sie kommentiert nichts, lässt die Bewohner des Ortes und die Bilder sprechen, zeigt wie das Leben sich seinen Weg durch die Zeit sucht. Wunderschöne Bilder der Natur in und um Alt Meteln bringen immer wieder beschauliche Ruhepausen in die Entwicklung des Films um die drei Protagonisten... Hier geht es um die Freiheit des Andersdenkenden...“

Jürgen Hamann, „Freiheit für den Andersdenkenden“, SVZ, 5.05.12

„Welten prallen aufeinander in dem Dokumentarfilm „Kleines Stück vom Schicksal“... Regisseurin Carmen Blazejewski ... wollte „das Wesen des Dorfes“ Alt Meteln zeigen. Und gleichzeitig wollte sie „etwas Beispielhaftes erzählen, was überall auf der Welt passieren kann... Ich brauchte eine Überhöhung. Deshalb habe ich das Ganze auf die Bühne gesetzt, ins Theater.“ Und so nehmen in dem Film erst die Zuschauer Platz im (Schweriner) Theater, bevor sich der Vorhang zum eigentlichen Film öffnet und drei Personen zu Wort kommen, um die sich die Geschichte dreht...
„Mich hat die Frage nicht losgelassen, was über Erfolg oder Misserfolg entscheidet“, sagt die Regisseurin. Hier sind zwei Menschen angetreten, die mit Leib und Seele für ihre Sache stehen... Carmen Blazejewski sieht Parallelen zum Bibelgleichnis von Kain und Abel..."

Ulrike Oehlers „Film über ein beispielhaftes Dorf“, OZ, 18.05.12